Zeckengefahr bei der Pilzsammlung

Jeder Pilzsammler weiß: Der (Spät-)Sommer und Herbst gelten als Hauptsaison für Pilze. Allerding gilt das ebenso für Zecken, denn sie haben eines gemeinsam – Beide mögen Feuchtigkeit und Wärme!

In diesem Betrag erfahrt ihr alles Wichtige zu Zecken, Zeckenschutz und der richtigen Zeckenentfernung.

Wo sind Zecken bei der Pilzsammlung zu finden?

Zecken leben bevorzugt am Waldrand, an Waldlichtungen, Waldwegen und Hecken in Laub- und Mischwäldern. Außerdem befinden sich Zecken gerne an Sträuchern und Büschen, sowie in hohem Gras und Buschland. Die Parallelen zu Pilzen sind eindeutig. Diese wachsen besonders gern auf feuchten, warmem Waldboden, im Unterholz und an Waldrändern im hohen Gras.

Wann sind Zecken insbesondere aktiv?

Zecken werden schon ab 8 Grad aktiv. Sie fühlen sich besonders bei Feuchtigkeit und Wärme wohl. Somit ist die Gefahr eine Zecke abzustreifen, nach einem Regentag im Sommer hoch. Solange der Boden im Wald also feucht ist, lauern Zecken auch bei hohen Sommertemperaturen auf einen Wirt. Trockenheit und direkte Sonneneinstrahlung hingegen mögen sie nicht besonders. Im Winter überleben Zecken, geschützt in Laubstreu.

Wie gelangen Zecken auf den Wirt?

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, lassen sich Zecken nicht von Bäumen fallen. Die meisten Zecken sind auf einer Höhe von knapp einem Meter oder drunter zu finden. Dort warten sie auf Gräsern oder im Gebüsch bis ein Wirt sie abstreift und halten sich dann fest. Besonders bei der Pilzsammlung kann das schnell geschehen, wenn der Mensch nach den Pilzen greift.

Wie kann ich mich vor einem Zeckenstich schützen?

Beim Aufenthalt im hohen Gras, Gebüsch oder Unterholz ist es vorteilhaft, geschlossene Kleidung zu tragen und die Socken über die Hosenbeine zu stülpen. Dadurch wird der Zecke der Weg zur Haut versperrt. Auch das Tragen von heller Kleidung erleichtert das Auffinden von Zecken.

Laurinsäure kann auf Zecken abstoßend wirken. Diese ist beispielsweise in Kokos- oder Schwarzkümmelöl enthalten. Nach Selbstversuchen unseres Erfinderteams, krabbelten die Zecken zwar noch auf der Kleidung herum, stechen jedoch nicht an den eingeriebenen bzw. eingesprühten Stellen. Einige Tropfen, verteilt auf den Beinen, den Waden bis zum Knie und den Unterarmen bis zum Ellenbogen genügen.

Nach dem Aufenthalt in der Natur ist es entscheidend, sich und seine Lieben (auch Haustiere) gründlich nach Zecken abzusuchen. Ein Duschgang befreit nicht von den Zecken, die sich bereits am Körper befinden.

Da Zecken nicht sofort zustechen, wenn sie auf die Haut gelangen, kann man dadurch viele der Spinnentiere daran hindern sich festzusaugen. Erst wenn es zum Stich kommt und die Zecke mit dem Saugen beginnt, werden Bakterien übertragen. Viren werden leider bereits beim Stich übertragen, jedoch vorerst in geringen Mengen und später beim Saugen dann vermehrt. Je länger eine Zecke saugt, desto mehr Erreger werden in den Wirt übertragen.

Eine Zecke hat mich gestochen – Wie entferne ich sie mit dem Zeckendreher?

Das Wichtigste zuerst:  Keine Panik und keine Hysterie!

Sie sollten zwar den Zeckendreher zügig zur Hand nehmen, aber dann in aller Ruhe handeln.

Zeckenentfernen ist keine Geschwindigkeitsangelegenheit. Es geht ausschließlich darum, die Zecke möglichst behutsam und sanft, ohne Quetschung und Abriss und ohne Zug und Hebel aus der Haut zu lösen, damit die eventuellen Krankheitserreger in der Zecke verbleiben.

Zum Vorgang:

Wählen Sie zunächst je nach Größe der festsitzenden Zecke den passenden Spezialaufsatz und platzieren sie diesen auf der Antriebsachse. Schieben Sie die Führungshülse nach vorne und bringen Sie den Zeckendreher senkrecht auf der entsprechenden Stelle in Position.

Damit die Zecke mit dem Spezialaufsatz richtig umschlossen und gedreht werden kann, muss sie ggf. vorsichtig senkrecht aufgerichtet werden. Dies ist bei jeder Zecke ob groß oder klein der Fall, die flach auf der Haut aufliegt. Hierzu kann der Spezialaufsatz selbst oder auch die Zentrierhülse verwendet werden.

Die Führungshülse gewährleistet, dass die Zecke bei der Entfernung nicht gequetscht wird, wodurch das Infektionsrisiko so gering wie möglich gehalten wird.

Nun können Sie den Zeckendreher mit einem Knopfdruck starten.

Sollte die Zecke nach dem ersten Versuch noch nicht losgelassen haben, muss der Vorgang so oft wiederholt werden, bis die Zecke durch Rotation gelöst wurde. Sie können den Vorgang jedoch in Ruhe und vollkommen stressfrei wiederholen, da die Zecke dabei nicht gequetscht wird. Je nach Stichstelle, Hautdicke und Zeckenart kann die Entfernung unterschiedlich lange dauern.

Die Zecke wird vollständig und unversehrt entfernt. Dieses Entfernungsverfahren stellt für die Zecke keine Stresssituation da. Sie krabbelt ohne Schutzhaltung weiter.

Jetzt müssen Sie die Einstichstelle noch desinfizieren und in den kommenden Tagen beobachten.

Sollte in der Situation kein Desinfektionsspray zur Hand sein oder der Stich im Nachhinein jucken, hilft auch gerne etwas Speichel auf der Wunde lindernd und antiseptisch.

In unserem Anwendungsvideo auf der Startseite können Sie sich die oben genannten Schritte nochmals ansehen.

 

Welche Vorteile bietet die Entfernung mit dem Zeckendreher?

  • sanfte Entfernung der Zecke (besonders wichtig bei empfindlicher Kinderhaut)
  • Führungshülse verhindert gefährliche Quetschungen der Zecke
  • Zecke wird ohne Rückstände gelöst
  • ihr kommt mir der Zecke nicht in Berührung
  • der Zeckendreher entfernt die Zecke kinderleicht und automatisch
  • schmerzfreie Zeckenentfernung
  • Kinder haben keine Angst vor der Zeckenentfernung

Unter der Rubrik FAQ finden Sie viele weitere Informationen rund um die Themen Zeckendreher, Wissenswertes zu Zecken und Zecken bei Tieren sowie spezielle Hinweise zum Entfernen besonders großer Zecken.

 

Quelle: Pilzsammler brauchen Zeckenschutz – Ratgeber Gesundheit – Ratgeber Gesundheit (letzter Zugriff: 12.08.2021)